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Handball: (HSG Nordhorn)
 
HSG verspielt in Göppingen Europacup-Platz

Das war ärgerlich: Am Ende einer langen Saison mit einer Dreifach-Belastung in Liga, Pokal und Europacup verpasste das Team der HSG Nordhorn ihr selbst gestecktes Ziel, die Qualifikation zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb denkbar knapp. Ausschlag gebend war die 20:28-Niederlage am letzten Spieltag dieser Saison im Auswärtsspiel beim Altmeister Frisch Auf Göppingen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren alles selbst in der Hand, die Saison, in der die HSG nie schlechter als auf Rang acht platziert war, zu einem glücklichen Ende zu führen, um nun in der Abschlusstabelle der Spielzeit 2005/2006 den neunten Rang zu belegen. ?Am Ende?, so Lindgren, ? sind es gerade einmal zwei Punkte, die den Unterschied machen zwischen super-zufrieden oder total enttäuscht.?
Die Voraussetzungen waren klar. Nur ein Sieg in Göppingen hätte der HSG zum sechsten Rang verhelfen können, da insgesamt gleich vier Teams um diesen begehrten Europacup-Platz rangelten. Nach dem Schlusspfiff allerdings mussten sowohl das Team als auch die mehr als 100 mitgereisten Fans einsehen, dass an diesem Tag bei einer stark aufspielenden Mannschaft von Göppingen kein Blumentopf zu gewinnen war. ?Es ist schade, dass wir unser sportliches Ziel verfehlt haben?, sagt Bernd Rigterink. Und weiter: ?In wirtschaftlicher Hinsicht beeinflusst dieses Ergebnis in keiner Weise unsere Saisonplanungen.?
Dabei verspielte die HSG den so begehrten Platz im EHF-Cup keineswegs erst im letzten Saisonspiel. Schon im Verlaufe der Saison ließ das Team um Spielmacher Ljubomir Vranjes ein paar wichtige Zähler liegen. Dazu gehören sicher die beiden Niederlage gegen den TuS N-Lübbecke, die Pleite in Wetzlar und die beiden Spiele daheim gegen Gummersbach und auswärts in Flensburg, als die Mannschaft trotz überraschend hoher Führung am Ende knapp verlor und es verpasste, die entsprechenden big-points zu setzen.
Und dennoch dürfen den die Verantwortlichen durchaus zufrieden sein mit der abgelaufenen Saison. Allein das Erreichen des Halbfinals im Europacup der Pokalsieger gilt nach der Vizemeisterschaft vor vier Jahren als größter Erfolg in der Vereinsgeschichte der HSG Nordhorn. Gut möglich, dass das knapp verpasste Finale ? im Rückspiel gegen Moskau fehlte der HSG am Ende ein einziges Tor ? der Mannschaft ein wenig die Moral für den Liga-Endspurt geraubt hatte. ?Das war eine Niederlage?, so Rigterink, ?die ebenso unverdient wie schmerzhaft war.?
Dem Manager steht jetzt Arbeit ins Haus, um auch im kommenden Jahr ein Team ins Rennen zu schicken, das erneut die Europacup-Quali in Angriff nehmen möchte. Gleich vier Spieler werden den Verein verlassen. Ljubomir Vranjes, fünf Jahre lang quirliger Spielgestalter im Grafschafter Handball-Kollektiv, wechselt zur Konkurrenz nach Flensburg. Auch für Kreisläufer Robert Arrhenius, der einen Vertrag beim spanischen Erstligisten CAI Aragon unterschrieb, Kreisläufer Iwan Ursic, dessen neuer Arbeitgeber der HSV Hamburg sein wird und Frank Schumann, der zum Zweitligisten Füchse Berlin wechselt, war das Spiel in Göppingen am vergangenen Samstag ihr jeweils letzter Einsatz im Trikot der HSG. Nach den sicheren Zugängen von Daniel Kubes (TuS N-Lübbecke), der Frank Schumann ersetzen wird, und Spielmacher Börge Lund besteht auf der Kreisläuferposition noch Handlungsbedarf, da Sigfus Sigurdsson, der von Magdeburg zu Ademar Leon wechselt, mit der HSG keine Einigung erzielte. ?Nach der personellen Kontinuität der vergangenen zwei Jahre?, so Rigterink, ?gilt es, nun einen Umbruch zu bewältigen.?


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 06.06.2006, 15:58 Uhr
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